Der Sternenhimmel im Juni 2017

STH 20170615 

Anblick des Sternenhimmels am 15.06. um 0 Uhr MEZ  (Quelle:  Stellarium)

Im ersten Sommermonat wird es nachts nicht mehr richtig dunkel. Zu Sommerbeginn am 21. Juni steht die Sonne höchstens 15° unter dem nördlichen Horizont, während für die astronomische Finsternis die Sonne mindestens 18° benötigt.

Der östliche Himmel zeigt uns noch die letzten Reste des Winters: tief im Nordosten zieht sich die Perseuskette bis zum Fuhrmann mit der hellen Kapella, gefolgt am östlichen Horizont von den Zwillingen.

Im Juni besteht die einzige Möglichkeit, das „Frühlingsdreieck“ („Arcturus“, „Spica“ und „Regulus“) und das Sommerdreieck („Wega“; „Deneb“ und „Altair“) zusammen am Himmel zu sehen. Das Frühlingsdreieck steht im Südwesten mit dem untergehenden „Regulus“ und das Sommerdreieck im Osten mit dem aufgehenden „Altair“ im Adler.

Im Süden befindet sich Waage mit dem rückläufigen Mars, darüber der Schlangenkopf und mittendrin der Kugelsternhaufen M5, während der Schlangenträger mit seiner ovalen Sternanordnung und vielen Kugelhaufen sowie der Skorpion im Südosten auftauchen. Im Schlangenträger zieht der Ringplanet Saturn gerade rückläufig seine Bahn.

Nahe über dem Horizont im Osten versucht sich der Adler mit „Altair“ bemerkbar zu machen. Leier mit „Wega“ und Schwan mit „Deneb“ sind schon da und mit ihnen der Ringnebel, der Nordamerikanebel und der Cirrusbogen. Zwischen Schwan und Adler sind die kleinen Sternbilder Füchschen und Pfeil mit dem „Kleiderbügel“ , dem „Hantelnebel“ und dem Kugelsternhaufen M71.

Im Nordosten bis Norden stehen das „Himmelshäuschen“ des Kepheus und Kassiopeia, das „Himmels-W“. Auch hier inmitten der Milchstraße finden wir etliche Sternhaufen und galaktische Nebel.

Der Westen und der Südwesten steht ganz im Zeichen des untergehenden Löwentrapezes und der Jungfrau. In diesem Sternbild, etwas nordwestlich von „Spica“, strahlt der Gasriese „Jupiter“ im vollen Glanz.

Vom südlichen bis zum westlichen Horizont zeigt sich das flächenmäßig größte Sternbild - die Wasserschlange. Dann gibt es eine gute Möglichkeit, den planetaren Nebel „Jupiters Geist“ und die Galaxie M83 zu beobachten.

Über uns zwischen dem Kleinen- und dem Großen Bären windet sich der Drache. Südlich vom Großen Wagen sehen wir den Bärenhüter.

Direkt östlich neben dem Bärenhüter befindet sich der wunderschöne Sternbogen der Nördlichen Krone mit seinem Kronjuwel „Gemma“.

Zwischen „Wega“ und „Gemma“ zeigt sich das markante Herkulesviereck und der Kugelsternhaufen M13.

Die Milchstraße verläuft in nordwestlicher bis südöstlicher Richtung durch die Sternbilder Kassiopeia, Kepheus, Schwan und Adler, wobei sie bei „Deneb“ im Schwan eine Teilung in Richtung Schlangenträger erfährt.

Die Ekliptik steht tief in südöstlicher bis nordwestlicher Richtung mit den Sternbildern Skorpion, Waage, Jungfrau, Löwe und Krebs.