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Beobachtungen vom 1.9.2018; es werden Bilder gezeigt, die die Kometeneigenbewegung dokumentieren.

Am 1.9.2018 beobachteten einige Mitglieder von PEGASUS den Kometen 21P/Giacobini-Zinner, der am
10.9.2018 seit Perihel in einem Abstand von 1,02 AE erreichte. Die größte Erdnähe fand am 12.9. mit
0,38 AE statt. Die Helligkeit wurde maximal 7,1 mag. Der Komet war also nicht mit bloßem Auge zu sehen.
Da er jetzt weiter in südlichere Himmelsbereiche abwandert, ist der Komet nur noch in der zweiten Nachthälfte
bis ca. Mitte Oktober aufzuspüren.

Das folgende Bild wurde von Bernd Keck am 1.9. aufgenommen:

A02 P21 2018 09 01 S2 BK R T

Es zeigt 21P/Giacobini-Zinner in der Nähe von CAPELLA im Sternbild Fuhrmann und ist das Ergebnis von überlagerten Einzelbildern.

 

Die folgenden Bilder von Peter Volkmer zeigen die große Eigenbewegung des Kometen innerhalb von 20 Minuten. Wegen der Perihelnähe ist die Bahngeschwindigkeit des Kometen sehr groß und die Bewegung vor dem Sternenhintergrund sehr augenfällig.

 

 

Komposit 01092018txt

In obigem Bild (Gesamtbelichtungsdauer von 10 Minuten für das linke Bild und ca. 6,5 Minuten für das rechte Bild) bewirkt die Eigenbewegung des Kometen während der Gesamtbelichtungszeit, dass der Komet zu einem Strich entartet.

 

Komposit Komet 01092018txt

Im obigen Bild wurden die gleichen Einzelbilder benutzt, jedoch wurde beim Stackprozess der Ort des Kometen "festgehalten". Deshalb sind nun die Hintergrundsterne zu Strichen "entartet". Der Vorteil einer solchen Auswertung ist , dass der Komet mit seinem Schweif deutlicher hervortritt.